Wie man sich einen Computer selber zusammenstellt
Gepostet in Hardware am 25. Oktober 2011
Die Alternative zum Komplett-PC ist ein nach individuellen Wünschen zusammengestellter PC. Der eine Vorteil dabei ist, dass Sie nichts bezahlen müssen, das Sie nicht benötigen. Der Andere ist, dass nichts fehlt, was sie gerne hätten. Auf folgende Punkte sollten Sie achten:
Prozessor, Mainboard, Hauptspeicher
Zuerst empfiehlt es sich, einen Prozessor auszuwählen. Welche Taktfrequenz am besten geeignet ist und wie viele Prozessorkerne integriert sein sollen, hängt nicht zuletzt von den Anwendungen ab, die später auf dem Computer installiert werden sollen. Grundsätzlich gilt, dass eine höhere Taktfrequenz eine höhere Geschwindigkeit bei der Verarbeitung der Rechenoperationen bedeutet. Je größer die Anzahl der CPU-Kerne, desto mehr Aufgaben können parallel verarbeitet werden. Da viele Programme den Prozessor nur selten voll auslasten, kann ein Prozessor mit mehr Kernen eine bessere Performance erzielen als einer mit weniger Kernen. Das Mainboard wählt man anschließend passend zum Prozessor aus. Die Ausstattung variiert erheblich. Schlanke Mainboard besitzen nicht viel mehr als einen Netzwerkanschluss, High-End Modelle haben dagegen neben einem Netzwerkanschluss auch drahtloses Netzwerk und bringen Grafik, Sound und vielfältigen Anschlussmöglichkeiten bereits mit. Auf dem Board befindet sich auch der Steckplatz für den Hauptspeicher. Speichermodule sind heutzutage günstig zu bekommen, so dass es an dieser Stelle empfehlenswert ist, lieber etwas mehr als zu wenig Speicher einzubauen. Viele Programme laufen auf einem PC mit großzügig ausgelegtem Speicher wesentlich flüssiger ab. Mit 4 GB dürften die meisten Programme gut auskommen, es darf aber auch mehr sein.
Gehäuse, Festplatte, Laufwerke
Nachdem das Mainboard mit einem Prozessor und dem Hauptspeicher ausgestattet ist, ist der nächste Schritt die Auswahl eines passenden Gehäuses. Egal ob es ein schickes Designergehäuse oder etwas Schlichtes sein soll: Achten Sie darauf, dass das Netzteil ausreichend Leistung bringt und die Lüfter leise laufen. Bei der Festplatte haben Sie die Wahl zwischen klassischen Festplatten, die sich drehen und den sogenannten Solid State Drives (SSD), die ähnlich wie Speicherkarten von Kameras funktionieren. SSD-Festplatten sind meist noch deutlich teurer, dafür arbeiten sie aber geräuschlos und haben sehr geringe Zugriffszeiten. Für einige Computernutzer ist auch eine Kombination aus eingebauter, schneller SSD mit geringerer Kapazität und einer externen klassischen Festplatte mit hoher Kapazität eine Alternative. Nicht vergessen sollten Sie den Einbau eines DVD- oder BlueRay-Brenners, damit Sie bequem ihre Daten sichern oder die Filme vom Camcorder auf eine DVD für den Fernseher brennen können. Wenn Sie regelmäßig Speicherkarten vom Handy, dem Fotoapparat oder dem Smartphone auslesen, sollten Sie einen Card-Reader nicht vergessen.
Monitor und Grafikkarte
Bei der Auswahl der Grafikkarte spielt es eine große Rolle, welche Programme auf Ihrem Computer benutzt werden sollen. Spiele stellen regelmäßig sehr hohe Ansprüche an die Grafikleistung. Wenn Sie dagegen hauptsächlich Office-Anwendungen verwenden oder im Internet surfen, reicht meist ein günstigeres Modell. Wenn Sie mehr als einen Monitor anschließen möchten, benötigen Sie eine Grafikkarte mit der entsprechenden Anzahl von Ausgängen. Gerade bei längeren Arbeiten werden es Ihnen Ihre Augen danken, wenn Sie einen hochwertigen Monitor verwenden. Bildschirme mit LED-Hintergrundbeleuchtung zeichnen sich zusätzlich durch ihren niedrigen Energieverbrauch aus. Jetzt fehlen nur noch die Tastatur und eine Maus, und schon ist der PC komplett.
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